Aktuelles

Liebe LTTA – Interessierte,

ab Mitte März werden LTTA – Unterrichts- und Fortbildungsangebote für Schulen und Weiterbildungen für Lehrkräfte und Künstler*innen wieder präsent und voraussichtlich auch miteinander planbar sein.

Kooperationsschulen und aktive LTTA – Künstler*innen werden persönlich informiert.
Die Angebote werden auf der Homepage abrufbar sein.

Das von Vielen geschätzte LTTA – Programm – Lernen durch die Künste – arbeitet zwar vor Ort oder im Austausch digital, bzw. kann auch zu digitalen Unterrichtseinheiten genutzt werden.

Viele Präsenzangebote konnten in den letzten Monaten jedoch nur wenig bis gar nicht genutzt werden.

Für alle Schülerinnen und Schüler aller Alters- und Jahrgangsstufen, für alle Lehrkräfte und Mitwirkende bleibt aber der Präsenzunterricht, das aktive Miteinander – Erleben vor Ort, der Kern des pädagogischen Programms. Hier liegt der Erfolg für unsere Kinder und Jugendlichen. In den kommenden Monaten werden viele SchülerInnen den Anschluss an den Lernstand der jeweiligen Klasse finden müssen.
Gerne möchten wir Sie / Euch dabei unterstützen.

Mit hoffnungsvollen Grüßen wünschen wir allen viel Kraft im Alltag
und freuen uns auf ein Wiedersehen

Mit hoffnungsvollen Grüßen

Petra Weingart und Barbara Mahler

 

In den kommenden Wochen werden auf der Homepage/Homeschooling Tipps für Kinder und Jugendliche, Lehrkräfte und Eltern eingestellt.
Schaut mal rein!

Abschlusspräsentation zum Projekt
„Integration gelingt durch Kulturelle Bildung mit LTTA“

am 06. Februar 2020 um 16.00 Uhr in der Kunsthalle Schweinfurt,
Rüfferstraße 4, 97421 Schweinfurt

LTTA-Projekt in Schweinfurt: Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Die Abschlussveranstaltung der Schüler in der Kunsthalle des Projektes Learning Through The Arts (LTTA) war beeindruckend. Warum das Konzept in Schweinfurt gut ankam.

„Heimat ist ein Verb“, eine Performance der sechsten Klasse der Friedenschule bei der LTTA-Abschlussveranstaltung in der Kunsthalle. Foto: Oliver Schikora

„Lernen mit Kopf, Herz und Hand“, das ist der Grundsatz des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi, der vor 200 Jahren so richtig war wie heute. Ganz besonders, wenn man den Erfolg der Arbeit des Künstlerteams des Projekts Learning Through The Arts gemeinsam mit der Kunstpädagogik der Kunsthalle und den beteiligten Schweinfurter Schulen sieht. Denn was die rund 130 Kinder bei der Abschlusspräsentation zeigten, wie sie Kunst erleben, verstehen und in andere Kunstformen wie Puppentheater oder Performance umsetzen, ist aller Ehren wert.

Seit Mitte 2017 lief das Projekt „Integration durch kulturelle Bildung“ in Schweinfurt, beteiligt waren vier Schulklassen, zwei Übergangsklassen und zwei Fördergruppen der Auen- und Albert-Schweitzer-Mittelschule sowie der Friedenschule. Die Stadt hatte das Projekt beantragt, gefördert durch den Kulturfonds Bayern war es möglich, eine besondere Verbindung zwischen Kunsthalle und den Schulen zu schaffen.

Hinter dem Erfolg standen als treibende Kraft zwei Frauen: Friederike Kotouc, mittlerweile in Ruhestand, als Leiterin des museumspädagogischen Angebots der Kunsthalle und Petra Weingart vom Zentrum für Lehrerbildung an der Universität Würzburg. Dort ist die Kunstpädagogin zuständig für die Pädagogische Programmentwicklung und das LTTA-Management. Sie hatten den Grundstein für das Projekt gelegt.

Inmitten der Ausstellung „Schwerkraft – Fliehkraft“ in der Großen Halle der Kunsthalle fand die Abschlussveranstaltung des LTTA-Projekts „Integration durch Bildung“ statt. Foto: Oliver Schikora

Weingart freute sich über die Erfolge, die bei der Abschlusspräsentation vor zahlreichen Eltern und Lehrern in der Kunsthalle offensichtlich waren. Die interessierten Kinder waren mit Eifer dabei, ob bei einem Puppenspiel oder einer Theater-Performance. Kinder, die sich mit Kunst auseinander setzten, die mit Hilfe ihrer Lehrer und der LTTA-Künstler einen neuen Zugang fanden, auch Botschaften der Toleranz, des Zusammenhalts und der Völkerverständigung hatten, die sich so manch ein Erwachsener täglich aufs Neue vergegenwärtigen sollte, als Leitlinie für sein Handeln.

„Eine Stadt, die blüht, braucht ihre kulturellen Einrichtungen, ihre Schulen und vor allem ihre Jugend“, betonte Petra Weingart, die besonders beeindruckte, dass „die Kinder als eine Art künstlerische Intervention“ in der Kunsthalle stets willkommen waren, da natürlich auch dieser deutschlandweit renommierte von Andrea Brandl geleitete Hort der zeitgenössischen Kunst von neuen, jungen Blickwinkeln profitiert.

„Gewalt ist keine Lösung“ war der Titel des Puppenspiels der Klassen 5 und 6 der Albert-Schweitzer-Mittelschule. Foto: Oliver Schikora

Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund ist nirgendwo so hoch wie an Schweinfurter Schulen, teilweise über 90 Prozent in manchen Klassen. „Integration durch kulturelle Bildung“ holte die Kinder aus den fünften und sechsten Klassen ab, nahm sie und ihre Familiengeschichte, ihre Flucht-Erlebnisse, ihr Ankommen in Deutschland und alle damit verbundenen Sorgen ernst.

Die Kinder, das bestätigte auch Tomislav Neckov, Rektor der Friedenschule, profitieren von dem Ansatz von LTTA, mit Kunst leichter zu lernen, besser und nachhaltig zu begreifen. Ob Mathematik oder Deutsch, 82 Prozent dessen, was wir lernen, nehmen wir über unsere Sinne auf. Insofern ist schon lange erwiesen, dass es nicht weniger, sondern mehr Musik- und Kunst-, aber auch Sport-Stunden in den Schulen geben sollte.

Von den Schülern selbst gebaute Puppen für die Performance „Gewalt ist keine Lösung.“ Foto: Oliver Schikora

Findet auch Neckov, der kulturelle Bildung in Zeiten von Digitalisierung und Smartphone für umso wichtiger hält: „Weil der Mensch mit seinen Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen muss.“ In ihrer empathischen Rede stellte Bürgermeisterin Sorya Lippert die Projekte der Schüler in den Mittelpunkt: „Tragt die Liebe zur Kunst und Musik weiter in euren Herzen“, wünschte sie. Wenn die Kinder Lipperts zweiten Rat befolgen, „die richtigen Fragen zu stellen, um die Welt und sich selbst zu entdecken“, wären Kopf, Herz und Verstand ganz sicher im Einklang.

LTTA hat in der Region längst Schule gemacht

In der Region Schweinfurt ist das Lernen durch die Künste vielerorts etabliert. In Grettstadt gibt es sogar eine Modellschule, gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung. Auch andernorts ermöglichen Sponsoren das Projekt, das 1970 in New York City entstand und bei dem Kanada eine Vorreiterrolle gespielt hat. 15 Künstler sind in Unterfranken dabei – Musiker, Schauspieler, Bildhauer, Maler oder Tänzer, die ganze Bandbreite ist im Raum Würzburg, Schweinfurt vertreten. Dort, wo laut Weingart das Zentrum der deutschen LTTA liegt.

Oliver Schikora 15. Februar 2020 , veröffentlicht in der MainPost

LTTA LehrerInnen- KünstlerInnen Fortbildung, 3.Trimester,
Schuljahr 19/20

Termin: wird noch bekannt gegeben

Zeit:        wird noch bekannt gegeben   

Barbara Mahler
LTTA Mentor Artist
Bildende Kunst